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NHC in Rettungskette Nordfriesland integriert

Emden/Nordfriesland. Die Northern HeliCopter GmbH wird künftig die Hubschrauber der DRF Luftrettung bei Notfalleinsätzen subsidiär unterstützen. Das ist ein Ergebnis der Insel- und Halligkonferenz, die auf Sylt tagte.

Der Offshore-Rettungshubschrauber (RTH) „Northern Rescue 01“ darf als subsidiärer Rettungshubschrauber eingesetzt werden. Die Leitstelle Nord kann den Offshore-RTH künftig bei der Offshore-Leitstelle VENTUSmedic anfragen, wenn die beiden DRF Rettungshubschrauber in Niebüll und Rendsburg mit Patienten belegt sind, wettertechnisch nicht zur Verfügung stehen oder eine Windenrettung erforderlich ist. Auch bei MANV-Einsätzen, wie im Juni 2014 auf Amrum, bei dem es bei einem Fährunglück mehrere Verletzte gegeben hat, wird der Offshore-RTH angefragt. In diesen Fällen wird „Northern Rescue 01“ als dritter Einsatzhubschrauber in der Alarm- und Ausrückordnung für Rettungshubschrauber gerufen.

Hintergrund ist die schwierige medizinische Notfallversorgung auf den Halligen. Während auf größeren Inseln und dem Festland nach spätestens zwölf Minuten ein Rettungswagen vor Ort sein sollte, gibt es auf den Halligen aufgrund widriger Umstände immer wieder Probleme, Patienten von den Inseln zu bekommen. Der in St. Peter-Ording auf der Halbinsel Eiderstedt stationierte Offshore-Rettungshubschrauber kann aufgrund seiner exponierten Lage die Inseln und Halligen schnell erreichen, falls die in Niebüll und Rendsburg stationierten Helikopter nicht fliegen können oder ausgelastet sind.

Die medizinische Besatzung trainiert regelmäßig das Winschen. Foto: Rüdiger Franz