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FDP-Politiker bezieht Position: Offshore-Rettung sollte keine staatliche Aufgabe sein

St. Peter-Ording/ Emden Seinen Aufenthalt im Kreis Nordfriesland nutzte der FDP- Politiker Christopher Vogt für einen Informationsbesuch auf der Offshore- Luftrettungsstation der Northern HeliCopter GmbH in St. Peter-Ording. Vogt, der stellvertretende Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Schleswig-Holsteinischen Landtages ist, interessierte sich insbesondere für das ganzheitliche Rettungskonzept WINDEAcare.

„Mit diesem Rettungskonzept betreuen wir mittlerweile sieben Windparks und sechs Generatorplattformen in der Deutschen Bucht und sind damit Marktführer in diesem Bereich“, erklärte Herbert Janssen, Betriebsleiter bei der Northern HeliCopter GmbH. Allein in diesem Jahr seien 78 Einsätze von St. Peter-Ording aus geflogen worden. Die eingesetzten Rettungshubschrauber sind über die DIN-Norm hinaus ausgerüstet, 24 Stunden im Einsatz und mit zwei Piloten, einem Windenführer sowie einem Rettungsassistenten und Notarzt besetzt. Zum Leistungsangebot zählen neben dem Einsatz des Rettungshubschraubers unter anderem auch die gesetzlich abgesicherte Telemedizin. Notfallsanitäter und Rettungsassistenten der Johanniter sind zudem 24/7 im Einsatz und bilden Offshore-Ersthelfer aus. „Obwohl der betriebliche Offshore- Rettungsdienst viel Geld kostet, ist für diese Notfallversorgung bislang kein öffentliches Geld geflossen“, betonte Janssen. Die meisten Windparks liegen in der Ausschließlichen Deutschen Wirtschaftszone (AWZ), außerhalb der Zwölf-Meilen-Zone. Für die medizinische Versorgung in den Windparks sind allein die Betreiber und Errichter von Windenergieanlagen zuständig. „Die Notfallversorgung für Windparks ist nach der derzeitigen Rechtslage keine staatliche Aufgabe“, machte der Betriebsleiter deutlich. Dass NHC als privates Luftrettungsunternehmen gemeinsam mit seinen Partnern ein funktionierendes Rettungskonzept praktiziert, beeindruckte den FDP-Politiker. Der FDP Politiker Vogt zeigte sich überrascht, dass es jetzt Bestrebungen von staatlicher Seite gibt, steuerlich finanzierte Ressourcen von mehr als 63 Millionen Euro für ein staatliches Fachkonzept für die Versorgung von Windparks auf See einzusetzen. „ Ich sehe keine Notwendigkeit dafür, dass ein bewährtes privat-wirtschaftliches organisiertes Offshore-Rettungskonzept verstaatlicht werden sollte, zumal dann der Staat in der Pflicht wäre“, betonte der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses.

Foto: v. l. Trotz Regen zeigten von Betriebsleiter Herbert Janssen, Stationsleiter Sönke Dorn und der Ärztlichen Leiter Dr. Rüdiger Franz dem FDP-Politiker Christopher Vogt (2. v. r.) den Offshore-Rettungshubschrauber. Marion Bubolz