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Umgang der NHC Northern Helicopter GmbH mit der Ausbreitung des Coronavirus

1. Inwiefern ist die Einsatzbereitschaft an den Stationen der NHC Northern Helicopter GmbH aktuell gewährleistet?

Der hohe Anteil von hauptberuflichem, ausschließlich für die originäre Dienstaufgabe bereitgestelltem Personal und die hohe Zuverlässigkeit unserer Partner und Dienstleister gewährleistet es uns, unserer lebensrettenden Aufgabe zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin nachzukommen.

Auch unsere Mitarbeitenden und die Dienstplanung stellen die zunehmende Anzahl von Erkrankungen, der Kontakt zu erkrankten oder positiv getesteten Personen mit anschließenden Isolationsmaßnahmen nach den Vorgaben des Robert Koch Instituts sowie Schul- und Kindergartenschließungen vor bisher in diesem Umfang nicht gekannte Herausforderungen. Dank des hohen Engagements aller unserer Mitarbeitenden können wir dies bisher gut bewältigen.

Unsere Offshore-Rettungshubschrauber an den Standorten in Sankt Peter-Ording und Güttin auf Rügen starten weiterhin rund um die Uhr zu ihren Einsätzen und leisten ihren Beitrag zur medizinischen Versorgung in den Offshore Windparks. Der in Emden stationierte Ambulanzhubschrauber steht zudem weiterhin zuverlässig für die Versorgung der Ostfriesischen Inseln bereit.

2. Welche Maßnahmen hat NHC Northern Helicopter angesichts der Ausbreitung des Coronavirus ergriffen?

Wir haben eine Task Force bestehend aus NHC-Experten aus Flugbetrieb und Medizin eingerichtet. Wir analysieren und bewerten die aktuelle Lage fortlaufend und stimmen uns kontinuierlich mit Kunden, Behörden sowie unseren Partnern ab, so dass bei Bedarf unverzüglich die erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden können.

NHC steht mit der Hygienekommission unseres Gesellschafters DRF Luftrettung im ständigen Austausch und somit auch mit dem Deutschen Beratungszentrum für Hygiene (BZH) sowie anderen nationalen wie internationalen Institutionen. Hierdurch gewährleisten wir den unmittelbaren Wissenstransfer in die Praxis. Mit unserem Hygieneplan setzen wir die Vorgaben des Robert Koch Institut, als nationalem Referenzzentrum, sowie die Vorgaben der Behörden und Ministerien gezielt und auf die jeweiligen Arbeitsbereiche angepasst um.

NHC hat als Luftrettungsunternehmen umfangreiche organisatorische, personelle und präventive Maßnahmen ergriffen. Mit diesen werden der operative Dienstbetrieb und die erforderlichen rückwärtigen Dienste wie Technik, Logistik und Administration aufrechterhalten. Gleichzeitig wurden Materialressourcen in vielen Bereichen deutlich erhöht.

Wie aktuell für viele Arbeitgeber üblich, separieren wir, dort wo möglich, unsere Mitarbeitenden umfassend, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Wir minimieren den Kontakt untereinander mit präventiven Home-Office-Maßnahmen sowie festen Arbeitsgruppen.

Alle nicht zwingend für den Erhalt unseres Stationsbetriebs erforderlichen Dienstreisen und Veranstaltungen (inkl. Trainings, Aus- und Weiterbildungen) wurden abgesagt.

3. Wie geht NHC Northern Helicopter mit Notfällen und Patiententransporten um, bei denen ein Verdacht auf Infektion mit dem Coronavirus besteht?

Wie bei anderen bekannten und ansteckenden Erkrankungen werden seitens NHC entsprechende Vorsichts- und Schutzmaßnahmen im Fall eines Verdachts auf oder einer Bestätigung der Infektion bei einem Patienten mit dem Coronavirus getroffen.

Gegenwärtig können wir somit sicherstellen, dass die Luftrettung für die Offshore-Wind-Industrie in der Deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) von Nord- und Ostsee gewährleistet ist. Hierbei steht das Patientenwohl stets im Mittelpunkt.

Offshore-Kunden erhalten hier eine entsprechende Handreichung.

(Bild von Gerd Altmann auf Pixabay)