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Hand in Hand

Weiter Anflug, schwere See, kleines Zielobjekt, beengter Raum – Am 31. Januar waren alle Skills unserer Crew auf der „Northern Rescue 01“ gefragt, doch ohne die Unterstützung unseres Kunden Global Tech I wäre es für den Offshore- Rettungshubschrauber auf dem Rückflug eng geworden.

6:44 Uhr: Aufgrund eines Notrufs der Niederländischen Coast Guard alarmiert die Seenotleitstelle Bremen die „NR 01“: Medizinischer Notfall auf dem Fischkutter UK 382 JANSSIEN 30 Seemeilen nördlich des Windparks Global Tech I. Weit im holländischen Sektor der Nordsee gelegen ist unseren Piloten klar, dass der Rückflug ohne Auftanken für den Offshore-Rettungshubschrauber (RTH) kritisch werden könnte. Noch während des Anflugs lässt der Pilot in Command Global Tech I über Bremen Rescue anfragen, ob sie für ein Refueling zur Verfügung ständen. Die Antwort kommt prompt: „Alles klar, ihr könnt kommen.“ Gut eine Flugstunde benötigt der RTH zur JANSSIEN. Es herrscht eine ordentliche Welle, 2,5 bis drei Meter Hub, als der Windenführer Notarzt und Notfallsanitäter/HEMS-TC auf den Kutter winscht. Es ist eng auf dem Kutter, auf dem der Patient im Gang liegt und selbst für den seefesten Arzt ist das Arbeiten über Kopf bei der Welle grenzwertig. Während sich die Medizinische Crew um die schweren Verletzungen und die Schmerzen des Patienten kümmert, fliegt die „NR 01“ zum Helideck von Global Tech I. Umsichtig hat unser Kunde den Shuttle-Service von der Insel Borkum zum Windpark ausgesetzt, um die Hubschrauber-Plattform für die Ankunft des Offshore-RTH freizuhalten.

Inzwischen ist auch die MEERKATZE, ein Fischereischutzboot der deutschen Küstenwache, eingetroffen. Sie soll als Relaisstation die Kommunikation zwischen dem Kutter und der Hubschrauber-Crew gewährleisten. Doch eine Verständigung kommt nicht zustande. Rund 40 Minuten später entscheidet der PIC, nach einem abgehakten Funkspruch zurück zum Kutter zu fliegen. Um Patient und Medizinische Crew wieder aufzunehmen, wählt der Windenführer das Hi-Line-Verfahren und lässt der Co-Pilot den Offshore-RTH neben den Kutter setzen. Präzise wirft er eine beschwerte Leine hinab zum Schiff, über die die Medizinische Crew das Windenseil an Bord ziehen kann. Schnell sind Patient und Medics beim Hubschrauber, allerdings dauert es etwas bis die Besatzung den sehr großen Patienten an Bord nehmen, die Tür schließen und ihn mit voller Fahrt zum Krankenhaus nach Groningen fliegen kann. Für die Crew der „NRC 01“ geht es über Emden zum Tanken zurück nach St. Peter-Ording.

Nach dem Einsatz sind sich Notarzt und Flugkapitän einig: „Bei diesem Einsatz war alles anspruchsvoll und von der Crew der JANSSIEN über den Kunden Global Tech I bis zu jedem einzelnen im Rettungshubschrauber haben alle Hervorragendes geleistet.“

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Die Northern HeliCopter GmbH mit Sitz in Emden beschäftigt mehr als 80 Mitarbeiter und operiert mit sechs Hubschraubern. Das Unternehmen verfügt mehr als 25 Jahre Erfahrung im Bereich der Luftrettung und bietet neben Offshore-Rettung Ambulanzflugdienste und Personentransporte an. 2014 wurde neben Emden eine Basis in St. Peter-Ording, am 1. Januar 2018 eine weitere in Güttin auf Rügen geschaffen, um die Anflugzeit zu Offshore-Windparks signifikant zu reduzieren. NHC war 2011 das erste private Unternehmen, das Rettungsflüge in der Deutschen Bucht an 365 Tagen im Jahr in 24 Stunden Bereitschaft anbieten konnte. Mit der Einführung des ganzheitlichen Offshore-Rettungskonzepts WINDEAcare hat sich NHC zusammen mit in der Notfallmedizin und seit neuestem auch mit auf Brandbekämpfung spezialisierten Partnern zum Marktführer in der Branche etabliert.

 

Pressekontakt: Herbert Janssen 
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