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Drei Männer im Watt

Für die Crew des Offshore-Rettungshubschraubers von NHC Northern Helicopter auf der Station in St. Peter-Ording war es ein Einsatz wie viele – für die drei Männer, die ersehnte Rettung aus dem Watt. Am 10. Juni gegen 18 Uhr verließen die Drei mit ihrem Boot den Hafen von Neufeld bei Brunsbüttel zur Spritztour. Sie wollten den neuen Außenborder testen. Kaum hatten sie die Fahrrinne der Elbe verlassen, erwartete sie hoher Wellengang. Schnell brachte eine Seitenwelle das kleine Boot zum Kentern. Bei 14 ° C Wassertemperatur versuchten die jungen Männer, das Boot im Schlepptau, an Land zu schwimmen. Nach einer Stunde hatten sie festen Grund unter den Fußen. Doch statt auf festem Watt befanden sie sich auf Schlick, in dem sie bald feststeckten. Zu ihrem Glück war eines ihrer Mobiltelefone noch funktionsfähig und sie konnten einen Notruf absetzen. Die Kreisfeuerwehr Dithmarschen mit Rettungstauchern konnte jedoch nicht zu den Havarierten gelangen ohne selbst im Watt festzustecken. Für die Aufnahme der rund hundert Meter entfernten

Havarierten alarmierte die Feuerwehr über die kommunale Leitstelle den Offshore-Rettungshubschrauber von NHC Northern Helicopter. Für Rettungseinsätze in den Offshore-Windparks verfügt dieser über eine Winde. Stationiert in St. Peter-Ording ist er schnellstmöglich am Platz. „Durch die genauen Angaben der Feuerwehr und das geschwenkte Licht des Handys konnten wir die Männer sofort ausmachen“, erläutert der Pilot der Northern Rescue 01.

Bereits nach drei Minuten war der erste stark unterkühlte Patient an Bord gewinscht und konnte an die Küste zum Rettungswagen geflogen werden. Dort legte die Crew auch die nicht benötigte Ausrüstung ab. So konnten beim nächsten Flug die beiden im Schlick Wartenden zusammen an Land gebracht werden.

In nicht einmal einer Stunde war die Rettungsaktion beendet. Die Reinigung des Hubschraubers beschäftigte die fünfköpfige Besatzung insgesamt fünf Stunden.